Saline – Eine besondere Reise von 29.05 – 13.06.2025

Vom 29. Mai bis zum 13. Juni machten sich 26 Lindenberger, darunter 2 Kinder, auf den weiten Weg.
Die Einreise in die USA am Flughafen in Detroit war einfacher und schneller als erwartet. Wegen der politischen Situation hatten wir uns also unbegründet Sorgen gemacht, dass es Probleme geben könnte. Mit einem Reisebus wurden wir am Flughafen abgeholt und zum Rathaus in Saline gefahren, wo uns die Gastfamilien herzlich in Empfang nahmen.

Foto von Ulrich Kaiser auf Unsplash

Am nächsten Tag fand wie üblich die offizielle Begrüßung im Rathaus statt. Als Gastgeschenk für die Stadt haben wir ein großformatiges Foto, auf Leinwand gedruckt, übergeben. Das Foto stammt von dem Lindenberger Fotograf Nicki Krammel.
Anschließend stand die bereits obligatorische Werksbesichtigung von der Firma Liebherr in Saline an. Dort hatten wir eine interessante Führung und ein Mittagessen.

Am Samstag, den 31. Mai fuhren wir mit dem Bus zur Besichtigung nach Hidden Lake Gardens bei Tipton. Nach einer Einführung in die Geschichte des Gartens folgte ein individueller Spaziergang durch die Anlage.

Im Anschluss daran Mittagessen in einem originellen Lokal und anschließendem Harley-Davidson Motor Cycle Museum

Nachdem Mittagessen haben wir einen schönen kleinen Park besucht. Der McCourtie Park ist bekannt für seine vielen Fußgängerbrücken über einen Bachlauf. Das Besondere ist, dass die Brücken aussehen, als ob sie aus Holz wären. Sie sind aber von einem Künstler in den 30ger. Jahren des letzten Jahrhunderts aus Beton gestaltet worden.

Der Sonntag und Montag standen zur freien Verfügung mit den Gastfamilien. Am Montag wurde jedoch ein fakultativer Ausflug zur Farm von Patricia und Stanley Lambarth angeboten. Ihre Tochter, Annie, hat direkt neben der alten Farm ein modernes Stallgebäude für die Milchviehhaltung errichtet. Zu dem Betrieb gehört ein Hofladen. Der erste in Michigan. Hier dürfen wir von der aromatisierten Milch und dem selbst gemachten Käse in verschiedensten Geschmacksrichtungen probieren.

Dienstags, den 03. Juni sehr früh am Morgen, startete unser 4-tägiger Ausflug nach Ohio. Erster Stopp war das eindrucksvolle Neil-Armstrong-Museum in Wapakoneta. Neil Armstong war der erste Mensch auf dem Mond (21. Juli 1969) und sein Ausspruch

„Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit“

Neil Armstrong

kennt wohl jeder. Es gab viele Exponate von der Apollo 11 und anderen Missionen sowie persönliche Gegenstände des Astronauten zu sehen.

Nach dem Mittagessen ging es weiter zur Firma Airstream. Airstream ist bekannt für seine Wohnwagen und deren markantes Design mit polierter Aluminiumhülle. Hier waren wir zu einer Werkstour angemeldet. Durch ein Missverständnis hat es mit der
Tour bedauerlicherweise nicht geklappt, und wir haben nur das dazugehörige kleine Firmenmuseum besichtigt.
Danach Fahrt zum Hotel Sleep Inn in Logan und gemeinsames Abendessen im Olde Dutch Restaurant.

Den nächsten Tag (Mittwoch 04. Juni) verbrachten wir im Hocking Hills State Park. Ein wunderschöner Park mit vielen Wanderwegen, Felsformationen und Wasserfällen. Wir sind verschiedene Touren gelaufen. Auch das Picknick im Park hat viel Spaß gemacht. Erneute Übernachtung im Sleep Inn.

Am Abend konnten wir verschiedene Restaurants in der nahen Umgebung aufsuchen. z.B

  • Millstone Southern Smoked BB
  • La Cascada Mexican Restaurant
  • Hungry Buffalo
  • Brewery 33 Hocking Hills

Dabei entdeckten wir eine kleine privat betriebene Brauerei (https://brewery33.com) mit Biergarten. Für interessierte hat der Hausherr eine Führung angeboten. Zu unserer Überraschung wurde dort auch Hopfen aus Tettnang verarbeitet.

Weiterfahrt am Donnerstag, den 05. Juni ins Holmes County (https://www.visitamishcountry.com). Hier gibt es einen sehr großen Anteil an amischer Bevölkerung. Die Amischen sind eine protestantische Glaubensgemeinschaft, die nach alten Regeln leben. Sie betreiben überwiegend Landwirtschaft und lehnen moderne Techniken ab. Deshalb prägen auch Pferdekutschen und die typische Bekleidung das Bild.

Unser 1. Tagesstopp war das Ernest Warther Woodcarving Museum. Herr Warther war ein echter Meister in seiner Handwerkskunst. Seine Leidenschaft war das Schnitzen von detailgetreuen Lokomotiven.

Nach dem Mittagessen im Museum war die Yoder Farm unser nächster Aufenthalt. Die Farm, eine typische Amischfarm, ist inzwischen ein Freilichtmuseum. Wir haben eine geführte Besichtigungstour durch die Gebäude und im Anschluss eine kleine Rundfahrt mit einer der typischen Pferdekutschen gemacht. Übernachtung im Berlin Grande Hotel und Essen in einem amischen Restaurant.

Am nächsten Morgen, Freitag, den 06.Juni starten wir zur letzten Station unseres 4-Tages Trips. Ziel ist die Rock’n Roll Hall of Fame in Cleveland. Ein Mekka für jeden Musikliebhaber. Neben vielen Ausstellungsstücken namhafter Künstler, wie Kleidung, Instumente, Video-Clips usw. kann man überall Musik hören oder sogar selbst machen, wie Reinhard Sieber, der beeindruckend eine kleine musikalische Einlage zum Besten gegeben hat.

Nach 4 ereignisreichen Tagen stand ein Wochenende zur freien Verfügung an. Jeder konnte mit seiner Gastfamilie etwas unternehmen, oder einfach mal relaxen. Eine Möglichkeit ist ein Einkauf bei Cabela’s (größtes Outdoorcenter in Michigan) oder einen Einblick in ein soziales Projekt (https://mobilitymisaline.org) zu erhalten

Am Montag, den 09. Juni fuhren wir mit dem Bus nach Grand Rapids/Ohio. Mit einem alten Kanalboot, das durch Maultiere gezogen wurde, befuhren wir den Miami/Erie Kanal und besichtigten eine historische Mühle. Anschließend waren wir im Zoo von Toledo.

Der letzte Tagesausflug unserer diesjährigen Reise führte uns nach Lansing, der Hauptstadt des Staates Michigan. Dort stand ein Besuch des Ransom E. Olds Museums und des Historischen Museums an. Ransom E. Olds war mit seinen Autos der Marke Oldsmobil ein Pionier im Automobilbau. Im Historischen Museum wird die Geschichte von Michigan dargebracht.

Nach dem Mittagessen in einer Brauerei hatten wir eine geführte Besichtigung im Regierungssitz von Lansing. Das Capitol ist ein sehr beeindruckendes Gebäude.

Am Mittwoch war der offiziell letzte Tag unseres Besuchs. Der Abschiedsabend fand in einem Veranstaltungsraum der Stadt Saline statt und wurde von Brecon Grill bewirtet.

Unglaublich wie schnell die Zeit wieder vorbei gegangen ist. Der Aufenthalt in Saline ist stets von großer Gastfreundschaft und unvergesslichen Erlebnissen geprägt. Die Verbundenheit zwischen den Menschen funktioniert trotz weltpolitischer Einflüsse, und das ist schließlich der Sinn einer Städtepartnerschaft.

— Vielen Dank —